Durch die "wilden 68er" - der Generation, die sich gegen das "Establishment" aufbegehrte- entstanden in Deutschland die ersten Wohngemeinschaften. Mit Bildern und Filmen aus der damaligen Zeit kann man heute noch einen Eindruck von dieser Wohnform, in der die Schlafmatratze und der Campingkocher zur Standardeinrichtung gehörten, gewinnen. Man kann diese Wohnform als ein "integriertes Wohnen" bezeichnen, das sich auf eine Wohnung beschränkte.
Die heutige Form der Wohngemeinschaft ist da schon etwas moderner ausgestattet, sodass auch in der heutigen Zeit Wohngemeinschaften unter älteren Menschen möglich sind.
Aufgrund steigender Mietpreise in manchen Regionen ist das ein gutes Wohnmodell, bei dem der einzelne Mitbewohner seinen Beitrag zur "gemeinschaftlichen Kostentragung von Miet- und Lebenshaltungskosten" leistet.
Darüber hinaus ist die soziale Bindung, welche sich sowohl auf gemeinsame Aktivitäten als auch auf die "Pflege" des Mitbewohners bezieht, als positiver Effekt für die Wohngemeinschaft zu benennen.
Bei dieser Wohnform ist zu beachten, dass
- hierfür die "richtigen Mitbewohner" bzw. die "geeigneten Mitbewohner" gefunden werden müssen
- die Wohnfläche groß genug ist, dass jeder Mitbewohner sein eigenes Rückzugsgebiet hat
- die Wohngemeinschaft Situationen wie die Pflege eines Mitbewohners regelt (und am besten schriftlich festlegt)
- die "einfachsten Dinge (z.B. Reinigen der Wohnung, Kochen, Müllentsorgung etc.)" in einer Art Hausordnung festgeschrieben wird.
Im Vergleich zu der Wohnform "Betreutes Wohnen" bilden mehrere Personen eine Wohngemeinschaft, die gemeinschaftlich Leistungen von ambulanten Pflegediensten oder Einzelpflegekräften in Anspruch nehmen.
Sie sind sich dieser "Grundvoraussetzungen" bewusst? Sie möchten eine Wohngemeinschaft gründen oder einer bereits bestehenden Wohngemeinschaft beitreten?
Letzteres ist nicht so einfach, da zum einen schon im Vorfeld - also bei Gründung einer Wohngemeinschaft - die Suche nach geeigneten Personen beginnt.
In Deutschland gab es zum Stand 27.10.2025 4.781 Wohngruppen mit insgesamt 47.771 Plätzen. Es werden somit durchschnittlich 10 Plätze in einer Wohngruppe angeboten. Die meisten Wohngruppen findet man mit 1.303 Wohngruppen im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen. Mit weitem Abstand folgen Berlin (546 Wohngruppen) und Bayern (477 Wohngruppen). Das Schlusslicht bildet das Saarland mit 21 Wohngruppen.
Die Anbieter dieser Wohnform sind in der Regel gemeinnützige Unternehmen oder Unternehmen des privaten Rechts. Hier bildet die GmbH die am meisten vertretene Unternehmensform. Kommunale Anbieter findet man lediglich in 5 Bundesländern und dann nur in den Großstädten. Dort haben diese in der Regel einen Marktanteil von maximal 2 %. 67 % Prozent aller Wohngruppen stellen die privaten Anbieter zur Verfügung. Lediglich 30 % werden von den gemeinnützigen Anbietern bereitgestellt.
Sie möchten in eine Wohngruppe bzw. Wohngemeinschaft wechseln? Gerne stehen wir Ihnen als Vermittler zu einem Anbieter in der gewünschten Region zur Verfügung. Nehmen Sie bitte telefonischen Kontakt mit uns auf. Die Kontaktdaten finden Sie am Anfang dieser Internetseite im Kopf ausgewiesen. Wir versuchen Ihnen direkt zu helfen oder einen Ansprechpartner vor Ort zu vermitteln.
Gerne dürfen sich auch Genossenschaften, Investoren, Bauherren und Unternehmen die entsprechenden Bewohner für Ihr/e Projekt/e suchen, mit uns Kontakt aufnehmen.
Aktualisiert: 2025-11-03
